Ukraine 2006

Ich beginne diesen Beitrag zu schreiben, weil heute dem 24.02.2022 (Gestartet am 21.Februar) der Krieg ausgebrochen ist. Es tut so weh, wir dachten doch immer Krieg ist was, dass es nur im Schwarz-Weiß Fernseher gibt, oder auf der Hollywood Bühne.

Ich habe eben einen Post auf Facebook gelesen:

„Wünsch‘ mir die Welt, in der die Völker sagen: Wir haben endlich den Krieg verloren und können ihn nicht wieder finden.“

Gedanken von Peter Maiwald (Ein Auszug daraus)

Es ist ein schwarzer Tag, der Krieg ist schon wieder näher gerückt. Masomah, kann es nicht fassen, sie hat den Krieg hautnah miterlebt, sie musste sich als kleines Kind mit ihrer Familie in Erdlöcher verkriechen und hoffen, dass der Bombenhagel nicht auf ihre Köpfe niederprasselt. Trotzdem, hat sie ein Bein weniger und vieler ihrer Familie sind beim Angriff verletzt und getötet worden.

Jetzt, in dem Moment, in diesem Moment wo ich schreibe, verstecken sich Menschen, Eltern, Opa, Oma und die Enkerl im Luftschutzbunker oder Erdlöcher, haben Angst und keiner weiß was morgen kommt. Ich bete für die Menschen in der Ukraine, viele Freunde von mir sind jetzt in der Kriegszone. Ich habe Angst um sie, ich habe Angst um uns. Wizo, im Herrgottsnamen lassen wir das zu? Gibt es keine Lösung?

Die_Kinder_vom_Fluss
Ukraine 2006: Die Kinder vom Fluß


Prolog

Ich mache mit Robert Formeier einen Roadtrip (PFFR Roadtrip 2006 – von Graz nach Vietnam). Wir haben uns Monate lang vorbereitet und vor ein paar Wochen ging es los. Wir haben schon einiges erlebt auf diesem Roadtrip, Unfälle, eine Nierenkolik waren die schlimmen Dinge, aber umso mehr Schönes. Jetzt kommen wir von zu Hause immer weiter weg. Wir haben Europa verlassen und sind auf dem Weg nach Asien.

Bis dorthin, kannte ich Ukraine so gut wie gar nicht. Ich konnte mir keine Vorstellung machen, was wir hier noch alles erleben werden.

Die Tankstelle

Wir sind eben erst in die Ukraine gekommen. Das war echt ein Horrortrip. Wir sind durch Transnistrien durchgefahren. Oh man, das war echt schlimm. Begonnen hat alles ganz nett, fahren gemütlich aus Chișinău raus und hatten nichts geplant für das Gebiet, sondern haben uns treiben lassen. So sind wir süd-östlich losgestaret und hatten uns vorgestellt, dass wir einfach bei der Grenze in Strasburg in die Ukraine einfahren.

Transnistrien

Wir hatten ja keine Ahnung. Transnistrien, diesen defakto unabhängigen Staat in Moldawien hatte ich zuvor noch nie gehört, ich wußte gar nicht, dass das exisitiert. Wir sind super gelaunt weiter und nicht unweit von der Hauptstadt Moldawiens, sind uns schon viele Panzer und kaputte Brücken aufgefallen. Ich dachte mir noch, ahh hier gabs ein Unwetter, deshalb ist das Militär ausgerückt. Nein, dem war nicht so.

Die Leute haben uns alle super Freundlich zu gewunken und wir zurück. Aber schon bald hat sich die Stimmung gedrehht. Wir wurden gefühlt alle 10 Minuten von der Polizei aufgehalten und durchgefilzt. Außerdem haben die uns alles an Proviant, dass wir mitbrachten weggenommen. Jemand hat gehubt, und schon war die Polizei da und hat uns aufgehalten. Hubverbot! Ok, 20 € und eine Stange Zigaretten. Dann eine Militärkontrolle, jetzt sind die nächsten 2 Stangen Tschick und eine Flasche Schnaps weg. Bei der nächsten Kontrolle wurde es immer unangenehmer, Beim nächsten Militärposten haben sie uns mit Gewalt aus dem Auto gezerrt und uns mit ihren Waffen bedroht. Robert, hatte ein Stoppschild um einen halben Meter überfahren. Wir mussten alles ausräumen, jeder der Militärmänner durfte sich eine Sache von unserem Hab und Gut aussuchen. Aber wie das genau war werde ich wohl im Blogbeitrag zu Moldawien schreiben.

Jedenfalls, wir waren fertig, hatten kein Geld mehr, kein Proviant mehr und nun stehen wir bei der Grenze zur Ukraine. Der Grenzbeamte sagte, dass wir offene Strafen in Transnistrien hätten und wir die bei ihm begleichen müssen. Was? Welche Strafen? Es wurde uns ja schon alles abgenommen.

Er wollte 200€, oder wir sollten zurück fahren durch Transnistrien und dann nach Chișinău. Zurück! Niemals – wir fahren hier sicher nicht nochmal durch. Der Grenzbeamte sagt, ja, dann 200€ bitte. Da wir kein Geld hatten, began ich für die anderen Reisenden bei der Grenze zu jonglieren und bettelte um Geld, damit wir dieses Land verlassen können. Uff, die haben ja alle auch kein Geld, so haben wir nach 2 Stunden erst mal 7 Euro zusammen. Aber was können wir tun, wir müssen weitermachen. Ich jonglierte und machte Witze.

Dann einer, der fuhr so einen großen, rostigen weißen Iveco Bus mit einem Anhänger drauf, wo ein Auto mit deutschem Kennzeichen war. Er sagt zu mir in einem ukrainisch-deutschem-bayrischen Dialekt: „Wo wualts ihr hin?“ Ich sagt ihm, einfach nur weg von hier und über die Grenze nach Ukraine. Wir erzhälten ihm die ganze Geschichte mit dem Grenzbeamten und er entschuldigte sich für ihn und sagte: „Loss na mia des regeln“.

Er stieg aus, ein kleiner dicklicher Mann in Adidas Badeschlapfen und ging zum Grenzhäuschen. Die redeten dann miteinander. Der Iveco-Busfahrer gestekulierte und schimpfte, dann gab er dem Grenzbeamten 100€ und kam zurück zu uns und sagt: „Hiaz kennts weiterfoahn!“. Wir konnten es nicht fassen, wir waren den Tränen nahe und wußten einfach nicht wie uns geschah. Der Iveco Mann sagte dann: „Servas“ und ging zu seinem Bus. Wir standen nun da, und wußten nur, dass wir sofort losmüssen, bevor sich der Grenzbeamte wieder alles anders überlegt. Er ließ uns passieren.

Noch im Auto, machten Robert und ich uns aus, dass wir den Mann irgendwas geben müssen, er hat für uns bezahlt er hat uns gerettet. Klar, das machen wir, so warteten wir ca. 10km nach der Grenze auf den Bus, aber er kam nicht.

Vincent-das-Roadmobil
Vincent: Unser Reisemobil

Wir warteten und warteten, aber nichts. Nach 2 Stunden um den Dreh sind wir dann auch weiter in der Ukraine.

Auf Roadtrip sein bedeutet, dass du alles im Auto machst, du fährst, du isst, du schläfst im Auto. Nur duschen geht net so gut, deshalb sind wir meist zu den größeren Tankstellen gefahren, da die super Toilettenanlagen haben.

Bei der nächsten Tankstelle machen wir halt.

Vova der Feuerwehrmann

Nach dem Duschen war die Welt schon wieder etwas schöner und reiner. Was wir die letzten Stunden erlebt haben, hatte uns dann doch sehr schockiert. Glücklicherweise gab es bei der Tankstelle auch einen Bankomat und so hatten wir Geld, welches wir gleich bei der Tankstelle in gutes Essen investieren wollen (Damals hatten wir nicht viel Geld im Allgemeinen, deshalb war unsere Hauptnahrung Dosenfutter).

Das erste Mal, dass ich eine Borschtsch Suppe, ach wie super lecker. Etwas säuerlich aber manno hat die mega geschmeckt. Am Nachbartisch saßen zwei LKW-Fahrer die wir vorhin draußen bei den LKWs schon sahen. Sie tranken einen halben Liter Vodka auf ex. Wow, und gingen dann zu ihren LKWs. Wir haben sie noch beobachtet wie sie eine gemeinsam rauchten und dann stieg jeder in seinen 40ig Tonner und sie fuhren von dannen.

Wir überlegten, ob wir nicht auch einen kleinen Vodka nehmen sollten. Ja, das machen wir und und prost. Nach der Suppe, gingen wir dann aus dem Restaurant raus uns saßen uns auf die Terrasse mit schönen grünen Bier-Sonnenschirmen. Und prost!

Am Nachbartisch sind 4 junge Männer gesessen, in unserem Alter, so Anfgang 20ig. Wir kannten nur die Namen Vova und die zwei Nikolays und der Verrückte. Der eine sagte was, wir hatten keine Ahnung was, da wir nichts verstanden, aber er deutete,dass wir uns doch zu ihnen setzen sollen. Dann gings los, einer der Nikolay’s konnte etwas Englisch und er erklärte, dass sie von einem Feuerwehreinsatz zurückkommen und hier noch zusammensitzen bevor er das Feuerwehrauto wieder in die Station bringt.

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Vova der Feuerwehrmann

Wir unterhielten uns über alles, unsere Reise durch Transnistrien, ihren Feuerwehreinsatz. Sie wollten, dass wir mehr trinken, aber wir meinten – nein wir müssen ja noch fahren und können nicht hierbleiben. Vova sagte, so etwas wie: „Trink, und dann schauma schon“. Außerdem sollen wir als Gäste zu seiner Familie kommen, die sind nur 4km von hier entfernt. Aber. Was? Wie? Und euer Auto kein Problem, wir schleppen euch mit dem Feuerwehr-Auto ab, wenn ihr so Angst habt um euren Führerschein, sagte der andere Nikolay. Robert und ich hatten die strenge Regel, dass einer immer, immer fahrbereit sein muss! Aber diese Regel liesen wir heute mal beiseide.

Wir tranken und tranken, es wurde immer ausgelassenen und später.

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Das sind die Feuerwehrmänner

Mit dem Trinken wurde, alles verschwommener so wie auch die Fotos. Erst spät in der Nacht sind wir los. Der eine Vova ist mit dem Feuerwehraut in Schritttempo gefahren, 100m hinter ihm ist Nikolay hinterhergetrottet und hat uns bei jeder Kurve ein Handzeichen gegeben, dass keine Polizei da ist und wir getrost weiterfahren können. So haben wir die 4km nach einer Stunde oder mehr geschafft. Au Mann. Wir sind dann um 3Uhr morgens bei Vovas Familie aufgeschlagen. Vova rannte ins Haus und hat die Großmutter aufgeweckt.

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Vovas kleine Tochter

Wir haben Gäste, du mußt was Kochen und mach das Bett schön. Die Großmutter, seine Frau, das Kind, alles sind aufgestanden. Vova hat dann noch den Nachbarn geholt. Es war 3Uhr morgens, wir waren sturz betrunken und es war uns so peinlich. Wir wollten, ja keine Umstände machen, vorallem niemand zur Last fallen und dann sind wir noch mega angetrunken. Nicht schön, dachten wir uns. Aber die Familie hat sich ganz anders verhalten, als wir uns das vorgestellt haben. Anscheinend ist Vova’s Familie auch einiges gewohnt. Er ist ja auch der Feuerwehrkomandat vom Ort und hat sowieso immer Leute hier, sagte uns die Frau. Willkommen!

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Vova und seine Frau (um 4 Uhr in der Früh)

Die Großmutter hat aufgekocht. Der Nachbar hat Bier geholt. Wir konnten nur ganz wenig miteinander reden, da Englisch echt auch eine Schwierigkeit war. Aber wir haben uns gefreut, sie haben sich gefreut. Die ganze Familie war Vova nicht böse, dass er sie aus den Träumen gerissen hatte. Nein, im Gegenteil, sie waren alle so interessiert. Wo wir hinwollen, was wir hier machen, wo wir herkommen. Wir haben bis weit in den Vormittag hinein gegessen, getrunken und gemeinsam gesungen.

Wir konnten nicht lange im schönen Bett von der Oma schlafen, da wir schon ein paar Stunden später von Vova geweckt wurden. Es gibt Essen. „Kommt!“ rief er. Wir gingen in die Küche und wow, die haben ein Festmahl für uns zubereitet. So vieles aus dem eigenen Garten, Fleisch-Gerichte und so typisches urkainisches gutes und deftiges Essen. Die Nachbarn waren auch gekommen und wollten sich die Ausländer mal anschauen :).
Wir haben gemeinsam gegessen und gelacht. Vova hat alte Fotoalben hervorgeholt und wir haben uns gemeinsam Bilder aus seiner Vergangenheit angesehen.

Aber wir mussten los. Ja, wir hatten ja noch immer das Thema mit dem Russischen Visa und so sind wir dann gegen Abend wieder losgefahren. Wir haben uns alle ganz fest gedrückt. Vovas Oma hat einen Kuchen für uns gebacken den wir mitnehmen sollen. Auch die Frau hat uns Essen und 4 Liter Milch als Lunchpakete vorbereitet. Wir wollten so gerne etwas Geld geben, aber das hat die ganze Familie entschieden abgelehnt. Nein, ihr seid unsere Gäste, ihr seid unsere Freunde, da muss man nichts bezahlen.

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Kurz vor der Abfahrt. Danke liebe Familie vom Feuerwehrmann Vova!

Weiter in Richtung Krim

Wahnsinn, die ganze Fahrt haben Robert und ich von dieser Familie gesprochen, dass wir nur eine Nonverbale Kommunikation hatten, das hatte uns gar nicht gestört, wir haben alles verstanden. Diese Familie hat uns in der Ukraine willkommen geheißen und alles davor erlebte aus unserem Gedächnis gewischt.

Wir sind wiedermal die ganze Nacht durchgefahren. Alle 4 Stunden wechseln wir mit dem Fahren ab. Bleiben nur stehen um zu Tanken und lulen.

Wo jetzt sind wir hier, im Urlaubsparadies der Russen. Wir richen schon das Schwarze Meer, nicht mehr weit dann sind wir da.

Geldverdienen

Wir brauchen Geld. Ich jongliere auf der Strandpromenade und Robert sammelt das Geld ein. Wir kommen gut an. Österreicher, die mit dem Auto herkommen. Hm… Das gefällt den Russen (die Krim ist das Urlaubsdomizil vieler Russen in der Ukraine), der Rubel rollt.

Geldverdienen-mit-Jonglieren
travel meets juggling – und Geld verdienen 🙂

Das Meer

Es ist echt schön hier. Und alles ist so pompös. Viele Reiche sind da. Beim Jonglieren triffst du die Menschen eher und sie erzählen gerne ihre Geschichte. Oben links, auf dem Foto der Große Typ ist der Geschäftsfüher von Dolphinswim. Er hat uns gleich zum Essen eingeladen und uns das Becken wo er die Delphintherapien anbietet gezeigt. Wow. Was es hier nicht alles gibt.

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Franz der Gaukler

Wir beschließen hier 2 Tage zu bleiben um noch mehr Geld zu verdienen. Wir haben hier echt Spaß. Es ist alles so ausgelassen. Viele Kinder die lachen, Eltern die beim Eisesen immer ein Auge auf ihre lieben haben. Omas und Opas die händchenhaltend am Strand entlang spazieren. Und wir planen schon den nächsten Weg.

Ach was soll ich sagen, hier spielt auch Vodka eine riesen Rolle. Immer wieder müssen wir mit den Einheimischen anstoßen. Sie laden uns ein, lachen mit uns und hören unsere Geschichten an. Immer wieder testen die Leute, ob ich noch eins trinken kann und ob mir dann endlich die Bälle runterfallen. Aber nein Business first. Naja, ich hab einige viertel Liter Vodka in die Pflanzen oder unter den Tisch gekippt. Sonst wäre ich hier eingegangen und Geld hätten wir auch keinens mehr verdient.

Markttag

Wir brauchen wieder günstiges Essen, etwas was wir leicht transportieren können und auch keine Sauerrei beim Essen im Auto macht. Hier auf diesem Markt werden wir fündig.

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Roadtrip Nahrung

Bachtschyssaraj und diese Steinkirchen

Wir haben uns alle Empfehlungen der Leute angehört und entschieden, dass wir nach Bachtschyssaraj fahren. Dort solls voll die schönen Berge geben, Steinkirchen und Ausblicke!

Klar, da müssen wir hin. Und wow, wir wurden nicht enttäuscht. Im Gegenteil, es war der Wahnsinn, so viele schöne Dinge die es hier zu sehen gibt.

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Ausblick auf den Strand

Das sind wahnsinns Felsformationen, als wir endlich angekommen waren konnten wir es kaum fassen, diese Schönheit, diese unglaublichen Berge und Felsformationen.

Bachtschyssaraj
Bachtschyssaraj

Hier haben Menschen Kirchen in den Fels gebaut. Es erinnert mich ein Wenig an Äthiopien, das mit den Kirchen und das Generationen, daran hart gearbeitet haben um Gott zu huldigen. Wir gehen in eine Messe, schauen uns eine Kirche, ein Gebäude nach dem anderen an. Wir erkundschaften hier Höhlen und wandern in den Bergen umher. Es liegt Friede und Ruhe in der Luft. Es fühlt sich alles so gut an.

Robert

Robert der Starke

Bevor ich dir jetzt weitererzähle, muss ich ein Wenig ausholen. Ja, der Robert, er war seit wir gemeinsam in Weiz in die Schule gegangen waren mein bester Freund. Und Robert, der kann Geschichten erzählen. Er versteht es so weit auszuholen, dass er sogar noch vorm Urknall die Hintergründe erklärt. Mit diesem Typen, war ich in Amsterdam, Ecuador, und bin nun auf dem Roadtrip 2006 – PFFR von Graz nach Vietnam (PFFR steht übrigens für Pfuisi Franz und Formeier Robert). Wir haben Sachen gesehen und erlebt, die auf, wie man so schön im steirischen sagt – auf keine Kuahaut aufipassen. Es ist so schade um unsere tiefe und gute Freundschaft, wir hatten einen Disput und Robert hat mir die Freundschaft vor 11 Jahren gekündigt. Ich denke oft an dich lieber Robert und an alle unsere gemeinsamen Abenteuer.

Die Steinkirchen

Zurück zu den Steinkirchen. Mano, hab ich schon geschrieben, dass die so beeindruckend sind. Außer den Kirchen gibts auch noch Häuser, welche direkt in den Fels gebaut sind.

Steinhäuser und Steinkirchen in Bachtschyssaraj

Die Auopanne und Michail

Wir müssen weiter, dieses blöde Visum für Russland. Es hat uns sehr viel Geld gekostet und man muss es innerhalb von 14Tagen einlösen, sonst verfällt es. Deswege sind wir gleich wieder lost. Nächster halt Alupka.

Unser Vincent das Reisemobil hatten wir um 700€ gekauft. Das Auto hatte ein großes Manko, der Zündschlüssel lässt sich nicht abziehen. Unsere Lösung war der „Not-Schalter“, ein Zündunterbrecher. Wir haben den Schalter unterhalb vom Lenkrad eingebaut, ein kleines schwarzes unaufälliges Ding.

Wir verlassen das Schwarze Meer und sind „on the road again“. Wir haben Spaß und sprechen über die letzten Tage. Plötzlich, der Motor fällt aus. Fcuk! Was ist jetzt los? Scheixxe. Wir rollen langsam aus und parken unter einem Baum. Nach kurzer Beratung, haben wir gelich die Motorhaube geöffnet um das Problem zu finden.

Robert checkt den Motor

Es dauert nicht lange, da kommt zu Fuß ein Typ daher. Ein großer Typ. Er spricht uns an und sagt: Mecanic. Hm. Das sollte hinteuten, darauf, dass er uns bei der Reparatur hilft.

Der Typ heißt Michail. Er beginnt sofort den Motor zu begutachten und kurze Zeit später fängt er an zu Schrauben. Er baut, den Zündverteiler aus, dann die Zündkerzen, den Luftfilterkasten und und und. Wir stehen daneben und überlegen was das Problem sein könnte. Oh Mann. Robert, ist es vielleicht unser Notschalter? sagte ich zu Robert. Vielleicht bist du beim Fahren beim Schalter angekommen, oder so. Unauffällig checken wir den Schalter, ob dieser umgelegt ist. Und ja, er ist in Position „ON“, das bedeutet, dass die Unterbrechung ein ist (ein gefinkelter Trick, so wie wir meinten). Jedenfalls ist mit 99,9% Sicherheit, dass das Problem. Aber wir wollen unseren Michael, der schon ganz verschmiert ist, das alles nicht erklären. So lassen wir ihn den Motor wieder zusammenbauen und wir schalteten den Notschalter auf „OFF“.

Michail – Der hilfsbereite Mechaniker

Nach so 30 Minuten war dann wieder alles im Motor und Michail deutete, dass wir versuchen sollen den Motor zu starten. YEAH! Es funktioniert.

Michail ist überglücklich und wir hüpfen mit ihm gemeinsam und highfiven uns gegenseitig. Michail ist unser Retter, oder zumindest hat Michail alles versucht und uns geholfen.

Das müssen wir feiern sagte Michail. Kommt wir kaufen eine Flasche Vodka. Nein, schon wieder Trinken. Aber was solls, wir holen zwei Flaschen Vodka und Michail reißt sofort eine auf. Robert sagte, dass ich heute mit Trinken dran bin und er der Fahrer ist. Na klasse, dann ist es halt so und Prost. Michail und ich leeren die Flasche inner halb 20ig Minuten und dann sagt Michail. Kommt wir fahren zu mir, ich muss euch was zeigen.

Sobald Zeit ist schreib ich an diesem Reisebereicht weiter!

Fotos

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